Cert. pädiatrisch-familienzentrierte/r Sterbe- und Trauerbegleiter/in
Integrale Begleitung sterbender Kinder, ihrer Familien und Begleitpersonen
Wenn ein Kind schwer erkrankt, verändert sich das Leben einer ganzen Familie. Es gibt Momente im Leben, für die uns niemand wirklich vorbereiten kann.
Die Diagnose einer lebenslimitierenden Erkrankung eines Kindes gehört dazu. Sie stellt Eltern, Geschwister und das gesamte Umfeld vor existenzielle Fragen. Gleichzeitig fordert sie auch Fachpersonen heraus, die Familien in dieser aussergewöhnlichen Lebensphase begleiten.
Gerade dann braucht es Menschen, die mehr mitbringen als Fachwissen.
- Menschen, die mit Klarheit kommunizieren.
- Mit Mitgefühl begleiten.
- Mit Unsicherheit umgehen können.
- Und auch dort präsent bleiben, wo Worte nicht mehr ausreichen.
In diesem Lehrgang entwickelst Du genau diese Kompetenzen. Du verbindest fundiertes Wissen der Pädiatrischen Palliative Care mit psychologischer Kompetenz, familienzentrierter Begleitung, Spiritual Care und einer integralen Haltung.
Denn Kinder zu begleiten bedeutet immer auch, ihre Eltern, Geschwister und das gesamte Familiensystem achtsam mitzutragen.
Leitgedanken
Kinder sterben anders als Erwachsene. Sie erleben Krankheit, Abschied und Sterben entsprechend ihrer Entwicklung, ihrer Persönlichkeit und ihrer Lebenswelt. Eine professionelle Begleitung berücksichtigt deshalb nicht nur medizinische Aspekte, sondern
ebenso Bindung, Kommunikation, Spiel, Familie, Spiritualität, Rituale und die bleibende Verbundenheit über den Tod hinaus.
Der Zertifikatslehrgang versteht das sterbende Kind als eigenständige Persönlichkeit mit individuellen Bedürfnissen, Ressourcen und Rechten. Im Mittelpunkt stehen nicht allein Krankheit und Tod, sondern ebenso Leben, Beziehung, Hoffnung, Würde und Teilhabe. Die Begleitung orientiert sich konsequent an einem familienzentrierten und interprofessionellen Verständnis der Pädiatrischen Palliative Care. Medizinische, pflegerische, psychosoziale, ethische und spirituelle Perspektiven werden dabei zu einem integralen Begleitungsansatz verbunden. Ziel ist es, Fachpersonen zu befähigen, Kinder und ihre Familien während des gesamten Verlaufs einer lebenslimitierenden Erkrankung – von der Diagnose über Krankheit, Sterben und Abschied bis hin zur Trauer – kompetent, mitfühlend und reflektiert zu begleiten.
Dieser Lehrgang richtet sich an Menschen, die Kinder und ihre Familien in einer der herausforderndsten Lebensphasen professionell begleiten möchten.
Er eignet sich insbesondere für:
- Pflegefachpersonen
- Hebammen
- Ärztinnen und Ärzte
- Psychologinnen und Psychologen
- Sozialarbeitende
- Therapeutinnen und Therapeuten
- Seelsorgende
- Sterbe- und Trauerbegleiter/innen
- Mitarbeitende von Kinderhospizen
- Fachpersonen aus Schulen und Institutionen
- freiwillig Engagierte
Vorkenntnisse in der Pädiatrischen Palliative Care benötigst Du nicht. Entscheidend sind Deine Offenheit, Deine Bereitschaft zur persönlichen Entwicklung und Dein Wunsch, Kinder und Familien mit Kompetenz und Herz zu begleiten.
Ein Blick in die Ausbildungsinhalte
Der Lehrgang orientiert sich am tatsächlichen Begleitungsprozess eines Kindes und seiner Familie – von der Diagnosestellung über Krankheit und Sterben bis hin zu Abschied, Trauer und der Reflexion der eigenen professionellen Rolle. Die sechs Kurstage bauen bewusst aufeinander auf und verbinden wissenschaftlich fundiertes Wissen mit praxisnaher Anwendung.
Tag 1 – Grundlagen der Pädiatrischen Palliative Care (PPC)
Das Kind im Mittelpunkt.
Du erhältst fundierte Einblicke in die Pädiatrische Palliative Care, die familienzentrierte Begleitung sowie die besonderen Bedürfnisse schwerkranker Kinder und ihrer Familien. Kommunikation, Spiritual Care und professionelle Haltung bilden die Basis für den weiteren Lehrgang.
Tag 2 – Begleitung lebenslimitierend erkrankter Kinder
Professionell begleiten – von der Diagnose an.
Im Mittelpunkt stehen Krankheitsverläufe, Symptomkontrolle, Total Pain, Advance Care Planning sowie ethische Fragestellungen und die interprofessionelle Zusammenarbeit.
Tag 3 – Sterben begleiten
Präsenz in der letzten Lebensphase.
Dieser Kurstag widmet sich dem Sterbeprozess, der Kommunikation in der letzten Lebensphase, der Begleitung von Geschwistern sowie der Bedeutung von Spiritual Care und Ritualen.
Tag 4 – Abschied gestalten
Erinnerungen schaffen, die bleiben.
Du lernst, Abschiede würdevoll zu gestalten – von der Versorgung verstorbener Kinder über Erinnerungsarbeit bis hin zu Abschiedsritualen sowie kulturellen und religiösen Aspekten. Ein simulationsbasiertes Praxistraining ermöglicht die Begleitung einer Familie nach einem plötzlichen Kindsverlust.
Tag 5 – Trauerbegleitung nach Kindsverlust
Familien auf ihrem individuellen Trauerweg begleiten.
Aktuelle Trauerkonzepte, Geschwister- und Grosselterntrauer sowie die langfristige Begleitung von Familien stehen im Zentrum dieses Kurstages.
Tag 6 – Professionelle Rolle, Ethik und Selbstfürsorge
Mit Haltung begleiten – und sich selbst nicht verlieren.
Zum Abschluss reflektierst Du Deine professionelle Identität, stärkst Deine Resilienz und setzt Dich mit ethischen Fragestellungen, Teamarbeit und Fallreflexion auseinander.
- Selbstfürsorge und Resilienz
- praxisnaher Fallarbeit und Simulationen
Du wächst dabei nicht nur fachlich. Du entwickelst eine innere Haltung, die Kindern und ihren Familien in den schwierigsten Momenten des Lebens Orientierung, Sicherheit und Mitgefühl schenken kann.
Was diesen Lehrgang besonders macht
Viele Weiterbildungen vermitteln medizinisches Fachwissen. Andere konzentrieren sich auf Trauer oder Kommunikation.
Dieser Lehrgang verbindet all diese Bereiche zu einem ganzheitlichen Kompetenzmodell. Du entwickelst Sicherheit in:
- Pädiatrischer Palliative Care
- familienzentrierter Begleitung
- entwicklungsangepasster Kommunikation
- Spiritual Care
- Trauerbegleitung nach Kindsverlust
- ethischer Entscheidungsfindung
- interprofessioneller Zusammenarbeit
- Selbstfürsorge und Resilienz
- praxisnaher Fallarbeit und Simulationen
Du wächst dabei nicht nur fachlich. Du entwickelst eine innere Haltung, die Kindern und ihren Familien in den schwierigsten Momenten des Lebens Orientierung, Sicherheit und Mitgefühl schenken kann.
Nach Abschluss bist Du in der Lage
- Kinder und ihre Familien während einer lebenslimitierenden Erkrankung professionell zu begleiten.
- Entwicklungsgerechte Gespräche mit Kindern unterschiedlichen Alters zu führen.
- Eltern und Geschwister in belastenden Situationen zu unterstützen.
- Den Sterbeprozess eines Kindes fachlich einzuordnen und achtsam zu begleiten.
- Spiritual Care sinnvoll in Deine Begleitung zu integrieren.
- Erinnerungs- und Abschiedsrituale individuell zu gestalten.
- Familien auch nach dem Tod eines Kindes langfristig zu begleiten.
- In interprofessionellen Teams sicher zusammenzuarbeiten.
- Selbstfürsorge und Resilienz
- praxisnaher Fallarbeit und Simulationen
Du wächst dabei nicht nur fachlich. Du entwickelst eine innere Haltung, die Kindern und ihren Familien in den schwierigsten Momenten des Lebens Orientierung, Sicherheit und Mitgefühl schenken kann.











